Macht ein Deckblatt in einer Bewerbungsmappe Sinn – oder gehört dieses Kurzinfo-Paper eher in die Kategorie „überflüssige Selbstvermarktungs-Spielerei“?

Unumstritten ist: Der inhaltliche Zweck eines Bewerbungs-Deckblatts ist begrenzt. Die aufgelisteten Informationen sind kurz, klar und knapp. Genau aus diesem Grund sollten Sie sich Gedanken über die optische und grafische Gestaltung des Deckblatts machen. Für den Personaler geht es ausschließlich um eine klar strukturierte Kurzübersicht; ein gutes Deckblatt-Design rückt die relevanten Punkte geschickt in den Fokus.

Das Deckblatt kann ein wertvoller Mehrwert sein. Stapeln sich die Bewerbungen auf dem Tisch des Recruiters, entpuppt sich ein optimal strukturiertes und optisch auffälliges Deckblatt schnell als wertvolle Orientierungshilfe.

Die JobSelektor-Experten haben weitere Tipps und Information zur Nutzung und Gestaltung eines Deckblatts bei der Bewerbung zusammengestellt.

Verschiedene Deckblätter als Vorlage
Passen Sie Ihr Deckblatt immer individuell an Ihre Qualifikation und die ausgeschriebene Stelle an.

Die Bewerbungsmappe - So integrieren Sie das Deckblatt

• Anschreiben (liegt lose auf der Bewerbungsmappe)

• Bewerbungsmappe:
        1. Deckblatt
        2. Lebenslauf
        3. Zeugnisse
        4. Referenzen, Arbeitsproben, Auszeichnungen etc

Das Deckblatt wird vor dem Lebenslauf beigelegt, nicht vor dem gesamten Bewerbungsanschreiben. Das Wort Deckblatt ist also nicht ganz korrekt.

So erstellen Sie ein perfektes Deckblatt

  • Bewerbungsunterlagen“ oder „Bewerbung“ als Überschrift
  • Nennung der ausgeschriebenen Stelle und des Unternehmens
  • Bewerbungsfoto
  • Kontaktdaten (Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail, Website oder Blog (falls vorhanden)
  • Kurz-Zusammenfassung der Inhalte der Bewerbungsmappe (Lebenslauf, Zeugnisse, Referenzen etc). Wichtig: Die Auflistung muss der späteren beigelegten Reihenfolge entsprechen
  • Extra: Ein Deckblatt kann zudem ein Kurzprofil mit Stichworten zu Motivation, Qualifikation und Kompetenzen enthalten
  • Beschäftigen Sie sich intensiv mit der optischen Gestaltung des Deckblatts.

Vier Tipps für Ihr Deckblatt-Design:

Design anpassen
Die Gestaltung des Deckblatts sollte sich an dem Jobangebot beziehungsweise dem Unternehmen ausrichten. Bewerben Sie sich bei einer Bank, wählen Sie bitte ein seriös-konservatives Design; ist hingegen ein kreatives, junges StartUp Ihr Adressat, können Sie Ihren Ideen ruhig etwas Spielraum lassen.

Kreativität zurückstellen
Halten Sie das Deckblatt-Design möglichst schlicht. Weniger ist mehr. Und: Sie als Bewerber und Berufseinsteiger stehen im Mittelpunkt, nicht das Deckblatt (oder Ihre kreativen Gestaltungskünste).

Bewerbungsfoto positionieren
Bei der Platzierung Ihres Bewerbungsfotos haben Sie Gestaltungsfreiheit. Möchten Sie Aufmerksamkeit auf dieses Foto lenken, positionieren Sie es oben mittig.

Kontaktdaten hervorheben
Ihre Kontaktdaten sollten sich optisch abheben, so dass der Personaler jederzeit Ihre Unterlagen zwischen all den anderen Bewerbungen wiederfindet und Sie auch zum Bewerbungsgespräch einladen kann.

Top 3 Argumente Pro Deckblatt

Ihre Bewerbungsunterlagen erhalten mit dem Deckblatt eine Struktur. Dieser Mehrwert in der Bewerbungsmappe kann von vielen Personalern positiv gedeutet werden. Eine exzellent ausgearbeitete Struktur im Deckblatt verspricht durchaus eine solide Struktur beziehungsweise Zuverlässigkeit im Berufsleben.

Ein perfekt gestaltetes Deckblatt generiert mehr Aufmerksamkeit als Bewerbungen ohne diesen im besten Fall optisch geschickt inszenierten Mehrwert.

Das Deckblatt bietet dem Personaler einen schnellen Überblick über den Bewerber – gerade wenn Sie on top ein Kurzprofil integriert haben

Top 3 Argumente Contra Deckblatt

Weniger ist mehr. Wenn Ihre Bewerbung gut strukturiert ist, warum sollten Sie noch zusätzlich ein Deckblatt hinzufügen? Für den Personaler werden Ihre Bewerbungsunterlagen so nicht übersichtlicher.

Auf dem Deckblatt rückt das Bewerbungsfoto in den Fokus. Nicht nur das Foto, das gesamte Deckblatt kann sehr viel über die Selbstwahrnehmung des Bewerbers verraten. Ob das immer so günstig ist?

Doppeln sich Angaben auf dem Deckblatt? Achten Sie darauf, dass sich auf dem Deckblatt keine Informationen wiederholen. Haben Sie hier bereits Foto und Adresse aufgelistet, müssen Sie diese Bewerbungskomponenten auf den folgenden Seiten nicht mehr erwähnen.

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